Diabetes mellitus

Was ist Diabetes?
"Diabetes mellitus" - auch als "Zucker" bekannt - ist eine weit verbreitete Krankheit, die besonders in Ländern mit hohem Lebensstandard auftritt. In Deutschland leiden aktuell ca. 9% der Gesamtbevölkerung daran.
Dabei handelt es sich um eine Stoffwechselstörung, bei der der Zucker aus der Nahrung zwar ins Blut gelangt, von dort aber nicht weiter in die Zellen transportiert werden kann, wo er vom Organismus als "Treibstoff" benötigt wird.
Welche Formen von Diabetes gibt es?
Je nach Ursache unterscheidet man verschiedene Typen von Diabetes:
  • Typ 1: Die Bauchspeicheldrüse erzeugt kein Insulin. Insulin ist ein Stoff, der den Zucker aus dem Blut in die Zellen transportiert. Wenn er fehlt, verbleibt der Zucker im Blut.
  • Typ 2: Der Zucker kann nicht in die Zellen gelangen, da diese insulinresistent sind. Die Bauchspeicheldrüse versucht dann, durch vermehrte Insulinproduktion entgegenzuwirken, ist aber auf Dauer damit überfordert und gibt auf.
  • Typ 3: Genetisch oder durch Erkrankungen oder medikamentös ausgelöster Diabetes.
  • Typ 4: Gestationsdiabetes, Schwangerschaftsdiabetes. Bei einer Schwangerschaft stellt sich der gesamte Organismus einer Frau um. Dabei kann es vorkommen, dass durch die Schwangerschaftshormone eine Insulinresistenz entsteht. Das ist nicht nur schlecht für die Mutter, sondern auch gefährlich für das ungeborene Kind. Ca. 6% aller Schwangerschaften sind davon betroffen.
Wie erkenne ich Diabetes?
Bei Typ-2-Diabetes wird die Erkrankung oft jahrelang nicht erkannt, da die Symptome sehr unspezifisch sind. Müdigkeit tagsüber, Schwächegefühl, manchmal Sehstörungen. Oft haben die Patienten nur das Gefühl, dass "etwas nicht stimmt". Erst bei deutlich erhöhtem Blutzucker hat man dann vermehrten Harndrang und starken Durst, besonders nachts.
Wie wird Diabetes behandelt?
Das kommt darauf an und hängt vom Diabetes-Typ ab, von der Dauer und Schwere der Erkrankung, und nicht zuletzt von vielen Faktoren den Patienten betreffend: Von seinem Alter, seiner körperlichen und seelischen Verfassung, seiner Vorgeschichte, seinen Vorerkrankungen und vielem mehr.
Wie kann ich besser mit Diabetes leben?
Das Regelsystem, das den Zuckertransport im Körper steuert, ist sehr komplex. Daher ist es für Diabetes-Betroffene extrem wichtig, dass sie die Krankheit und auch Ihren Körper "verstehen lernen". Gelingt einem das, verliert die Krankheit viel von ihrem Schrecken und Lebensqualität und Wohlbefinden können sich ganz erheblich verbessern.

Termine, Praxisbesuche, Rezepte

Wie vereinbare ich am besten einen Termin?
Rufen Sie uns an oder lassen Sie uns eine Nachricht zukommen. Alle Kontaktdaten finden Sie auf der Startseite.
Muss ich absagen, wenn ich verhindert bin?
Unbedingt! Sie können Ihren Termin bis zu 24h vorher kostenfrei stornieren oder verschieben. Andernfalls müssen wir Ihnen für den entstandenen Aufwand 50 € in Rechnung stellen. Wir bitten Sie um Verständnis für diese Regelung, aber nur so ist es uns möglich, unseren Patientinnen und Patienten verlässliche Behandlungstermine ohne lange Wartezeiten anzubieten.
Ich komme zum ersten Mal. Welche Unterlagen muss ich mitbringen?
Für Ihren ersten Besuch bei uns benötigen wir folgendes:
  • Den ausgefüllten Anamnesebogen. Diesen bekommen Sie nach der Terminvereinbarung per Post oder per E-Mail zugeschickt. Sie können ihn aber auch bequem unter Service herunterladen.
  • Arztbriefe und andere Befunde, falls vorhanden
  • Ihr Blutzuckertagebuch, wenn Sie eines führen
  • Sensorauswertungen (rtCGM), falls vorhanden
  • Ihre Versichertenkarte
Was machen Sie alles bei meinem ersten Termin?
Wenn die Diagnose Diabetes bereits gestellt wurde, dann besteht Ihr erster Termin aus zwei Teilen: zuerst die Laboruntersuchung und etwa 1-2 Wochen später das Arztgespräch.

Labortermin

  • Auswertung Anamnesebogen
  • Blutabnahme, Bestimmung HbA1c (Blutzucker-Langzeitwert)
  • Blutdruckmessung
  • Messung Körpergewicht und Bauchumfang
  • Eine Fuß-Untersuchung
  • Gegebenenfalls ein EKG

Arzttermin

  • Kennenlernen des Patienten, Durchsprache Anamnesebogen
  • Besprechung der Laborergebnisse
  • Definition von realistischen Therapiezielen
  • Aufstellung eines Therapieplans
  • Erstellung eines Schulungsplans
  • Aufnahme ins DMP der Krankenkassen
  • Ausgabe des Diabetes-Pass DDG
  • Vereinbarung der Folgetermine
Falls lediglich der Verdacht auf Diabetes besteht, dann führen wir zunächst einen Glukosetoleranztest (oGTT) durch. Hierzu müssen Sie eine standardisierte Glukoselösung trinken und wir messen dann in bestimmten zeitlichen Abständen Ihren Blutzuckerspiegel. Der oGTT dauert insgesamt etwa 2-3 Stunden.
Wo kann ich parken?
Direkt vor unserer Tür finden Sie zahlreiche Parkplätze. Die meisten sind gebührenpflichtig, aber günstig.
Wenn Sie mit einem Elektroauto kommen, steht Ihnen in unmittelbarer Nähe eine der größten Ladestationen Deutschlands zur Verfügung. Mit insgesamt 150 kW Gesamtleistung und acht Parkplätzen. So können Sie Praxisbesuch und Auftanken Ihres Wagens bequem verbinden.
Ich bin zu früh oder zu spät zum Termin. Was tun?
Niemand will lange beim Arzt herumsitzen und warten. Daher bemühen wir uns um eine optimale Terminplanung und bitten Sie, dass Sie weder zu spät noch zu früh zu uns kommen. Falls Sie sich verspäten, reicht eine kurze telefonische Info. Falls Sie schon vorzeitig da sind, bitten wir Sie, die Zeit bis zum Termin anderweitig zu nutzen, z.B.:
  • Ein kleiner Spaziergang durch den nahegelegenen Schlosspark.
  • Die neue Rheinpromenade am Deich ist wirklich schön geworden und lädt zum Flanieren ein.
  • Nutzen Sie die Innenstadt für Besorgungen.
  • Wenn das Wetter schlecht ist, lassen Sie sich nicht abschrecken. Gerne stellen wir Ihnen einen Regenschirm zur Verfügung und laden Sie danach zu einer heißen Tasse Tee oder Kaffee ein.

Sonstiges

Was bedeutet das Logo vom Diabetes-Zentrum Neuwied?
Der orangefarbene Bogen über der Schrift symbolisiert die aufgehende Sonne. Das Licht, die Wärme, die Aussicht auf einen schönen Tag. Unser Behandlungsziel ist es, dass Sie mit genau diesem Lebensgefühl jeden Tag beginnen.
Der stilisierte Kreis als i-Punkt steht für unseren umfassenden und ganzheitlichen Ansatz bei der Diabetes-Behandlung. Wir sehen Körper, Geist und Psyche als untrennbare Einheit. Nur wer den Menschen als Ganzes wahrnimmt, kann ihn verstehen und optimal unterstützen.